Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Originaltitel: Gospod postoi, imeto i’ e Petrunija | Господ постои, името ѝ е Петрунија

Spielfilm - Teona Strugar Mitevska - Belgien, Frankreich, Kroatien, Slowenien 2019

Laufzeit: 100 Minuten

Empfohlen: ab 14 Jahren - FSK ab 12 freigegeben

5 Bewertungen

Beschreibung

Petrunya, Historikerin mit exzellentem Abschluss, lebt in der nordmazedonischen Stadt Štip. Da es keine Interessen mit der Auseinandersetzung der Geschichte gibt ist sie arbeitslos. Ihre Mutter hat ein Vorstellungsgespräch als Sekretärin in einer Näherei arrangiert. Petrunya soll, auf Wunsch der übergriffigen Mutter, zu diesem Vorstellungsgespräch sehr weiblich und aufgetakelt gehen, um den Job zu bekommen. Das Vorstellungsgespräch wird zur absurden Farce. Petrunya wird mit Beleidigungen bombardiert, Tiefpunkt der Entgleisungen bildet ein Griff an Petrunyas Schenkel. Unter dem Eindruck dieser Erniedrigung kreuzt Petrunyas auf ihrem Weg den Marsch der Geistlichen, die in jahrhundertealter Tradition ein Kruzifix vor sich her tragen. Dieses Kreuz, dass sowohl Insignien des Glaubens, wie auch Versicherung einer patriarchalen Gesellschaftsordnung ist, soll von Männern aus einem Fluss geborgen werden, um ein Jahr lang Glück zu haben. Petrunya stürzt sich mit den Männern in den Fluss und erobert das Kreuz. Das löst eine Welle der Empörung bei den Männern aus. Was für einen Stellenwert hat das Symbolische für eine patriarchalische Gesellschaft? Zentral auch die Auseinandersetzungen mit ihrer verbitterten Mutter. Die schlimmsten Entwertungen und Herabsetzungen erfährt Petrunya durch ihre Mutter, als treibende Kraft der Beschämung und Disziplinierung, im Namen einer männlichen Herrschaft.

Trailer


Details

Genre: Spielfilm
Schlagworte: Frauendiskriminierung, Patriarchat, Feminismus, Symbolik, Kreuz, Arbeitswelt, Gesellschaftliche Bedingungen, Mutter-Tochter-Konflikt, Rollenzwang, sexueller Missbrauch, Machtmissbrauch, Sinnfragen, Anpassung, Rolle von Mann und Frau, Kinofilm, Diskriminierung, Frauen, Macht, Symbole, Traditionen
Adressaten: Jugendarbeit, Seniorenarbeit, Fort- und Weiterbildung, Berufsschule, Gemeindearbeit, Sek. II - schulartübergreifend