Gnade

Gnade

Spielfilm - Matthias Glasner - Deutschland 2012

Laufzeit: 132 Minuten

Empfohlen: ab 14 Jahren - FSK ab 12 freigegeben

5 Bewertungen

Beschreibung

Auch um ihre Ehe wieder in ruhige Fahrwasser zu lenken, ziehen Ingenieur Niels und Krankenschwester Maria mit ihrem Sohn Markus in die nordnorwegische Stadt Hammerfest. Vor Ort gestaltet sich die Integration unterschiedlich: Niels wird von seinem Job in einer Gasförderanlage sehr beansprucht, kümmert sich aber wenig um die Landsleute neben ihm. Mit Arbeitskollegin Linda hat er eine Affäre. Maria hingegen geht in ihrer Arbeit in einem Hospiz auf, singt im Kirchenchor und hat ein freundschaftliches Verhältnis mit ihren Kolleginnen. Markus fällt die Integration an seiner Schule schwer. Als Maria nach einer Doppelschicht im Januar nach Hause fährt, bemerkt sie - abgelenkt durch ein Polarlicht - einen dumpfen Stoß gegen ihr Auto. Sie hält an, schaut in den Rückspiegel, kann in der Dunkelheit nichts erkennen. Unter der Vermutung, nur einen Hund angefahren zu haben, fährt sie weiter; als sie zu Hause ist, bittet sie Niels, noch einmal an der Unfallstelle nachzusehen. Niels kann jedoch nichts finden.

Erst einige Tage später erfährt Maria aus der Zeitung, dass sie Mette, ein 16-jähriges Mädchen, angefahren hat: Mette ist nach dem Unfall noch von der Straße gekrochen, in ein Schneeloch gestürzt und erfroren. Maria und Niels beschließen, das Geschehene zu verheimlichen, da es keinen Zeugen für den Unfall gegeben hat, auch Markus erzählen sie nichts. Die Stadt nimmt an dem Unfall großen Anteil und es fällt Maria und Niels schwer, den Eltern des Mädchens in die Augen zu sehen. Durch ihr Geheimnis kommen sich Maria und Niels aber wieder näher.

Eines Tages hält Niels an der Unfallstelle an und betrachtet die dort hinterlassenen Blumen und Karten. Zufälligerweise kommt Mettes Mutter zur Unfallstelle und bedankt sich bei Niels für diese Geste. Niels und Maria beschließen, zu Mettes Eltern zu fahren, um ihnen alles zu erzählen. Diese sind über das Geständnis überrascht und ratlos, die Frage, was nun geschehen sollte, bleibt unbeantwortet. Der Film endet Monate später während des Mittsommerfestes: Die Einwohner der Stadt - unter ihnen Niels, Maria und Markus sowie Mettes Eltern - begrüßen den Polarsommer, alle wirken mit sich im Reinen.

Weiterführende Links


Details

Genre: Spielfilm
Schlagworte: Konflikte, Tod, Schuld, Vergebung, Gerechtigkeit, Verantwortung, Versöhnung, Sühne
Adressaten: Sek. II - schulartübergreifend, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Gemeindearbeit, Gymnasium (S1), Berufsschule